FTA-Betriebsprüfung in Dubai: worauf wirklich geprüft wird
Bei einer Betriebsprüfung in Dubai zählt eines: Passen Belege, Bank und Meldungen zusammen? Die sieben Punkte, die die FTA prüft, und wie Sie vorbereitet sind.
Bei einer FTA-Betriebsprüfung in Dubai wird im Kern nur eine Frage gestellt: Passen Belege, Buchhaltung, Bank und Steuermeldungen lückenlos zusammen? Die Federal Tax Authority gleicht Rechnungen mit den Büchern ab, Bankbewegungen mit den gemeldeten Umsätzen und beides mit dem, was Sie an VAT und Corporate Tax erklärt haben. Wo etwas nicht zusammenpasst, wird nachgefragt.
Eine Betriebsprüfung in Dubai ist kein Misstrauensvotum, sondern Routine im Steuersystem der VAE. Wer sauber gebucht hat, geht entspannt hinein. Wer erst beim Anschreiben der FTA anfängt, Belege zu suchen, hat ein Problem. Hier steht, worauf tatsächlich geschaut wird.
Was prüft die FTA bei einer Betriebsprüfung?
Sieben Punkte stehen im Zentrum jeder Prüfung. Sie hängen alle an derselben Logik: Jede Zahl muss sich belegen und mit den anderen Zahlen abgleichen lassen.
| Prüfpunkt | Was die FTA sehen will |
|---|---|
| Rechnungen und Buchhaltung | die Rechnungen stimmen mit den gebuchten Vorgängen überein |
| Bank und Umsatz | die Bankbewegungen passen zu den gemeldeten Umsätzen |
| Privat und betrieblich | private und geschäftliche Ausgaben sind sauber getrennt |
| Vollständigkeit der Einnahmen | alle Einnahmen sind erfasst, nichts fehlt |
| VAT-Meldung | die Umsatzsteuer wurde korrekt und fristgerecht gemeldet |
| Corporate Tax | die Körperschaftsteuer wurde korrekt und fristgerecht gemeldet |
| Belege | zu jedem Vorgang ist ein Beleg vorhanden und auffindbar |
Das Prinzip dahinter ist einfach: Die FTA prüft nicht Ihr Geschäft, sie prüft die Konsistenz Ihrer Zahlen. Drei Datenquellen, Belege, Bank und Meldungen, müssen dasselbe Bild ergeben.
Warum ist die Trennung von privat und betrieblich so wichtig?
Weil vermischte Ausgaben der Klassiker unter den Beanstandungen sind. Wenn die Kreditkarte für den privaten Einkauf und die Firmenausgabe dieselbe ist, wird jede Buchung zur Auslegungsfrage. Bei einer Prüfung müssen Sie dann erklären, warum ein privater Vorgang als Betriebsausgabe gebucht wurde, und das kostet Zeit, Nerven und im Zweifel den Abzug.
Die saubere Lösung ist banal und wirksam: getrennte Konten, getrennte Karten, jede betriebliche Ausgabe mit Beleg. Wer das von Anfang an durchzieht, nimmt der Prüfung ihren häufigsten Angriffspunkt.
Passt Ihre Bank zu Ihren gemeldeten Umsätzen?
Das ist der Abgleich, der am meisten aussagt. Die FTA kann Bankeingänge mit den gemeldeten Umsätzen vergleichen. Kommen auf dem Konto Beträge an, die in keiner Rechnung und keiner Meldung auftauchen, entsteht sofort die Frage nach nicht erfassten Einnahmen.
Umgekehrt gilt dasselbe: Gemeldete Umsätze ohne passenden Zahlungseingang werfen Fragen auf. Deshalb ist die laufende, monatlich abgeglichene Buchhaltung so wertvoll, sie hält Bank und Meldung von vornherein deckungsgleich. Wie eng Rechnungsstellung und Meldung zusammenhängen, zeigt unser Beitrag zur FTA-konformen Rechnung.
Wie lange müssen Sie Unterlagen aufbewahren?
Sieben Jahre, und die Beweislast liegt bei Ihnen. Im Corporate-Tax-Bereich gilt eine Aufbewahrungsfrist von sieben Jahren für alle steuerrelevanten Unterlagen. Fehlt bei einer Prüfung der Beleg zu einer Buchung, können Sie diese Buchung im Zweifel nicht mehr verteidigen.
Das ist der Grund, warum wir so viel Wert auf die Auffindbarkeit legen. Ein Beleg, den Sie zwar besitzen, aber im Prüfungstermin nicht innerhalb von Minuten finden, hilft Ihnen nur begrenzt. Vollständigkeit und Ordnung sind zwei verschiedene Anforderungen, und die FTA prüft beide.
Werden auch Firmen mit 0 Prozent Steuer geprüft?
Ja, uneingeschränkt. Das ist ein Missverständnis, das teuer werden kann: Auch eine Qualifying Free Zone Person, die 0 Prozent Corporate Tax zahlt, unterliegt dem Steuerregime vollständig. Der Nullsatz betrifft die Höhe der Steuer, nicht die Pflichten dahinter.
Das heißt: Registrierung, Buchführung, VAT-Meldung, Corporate-Tax-Erklärung, Belege, alles gilt genauso wie für eine steuerpflichtige Mainland-Firma. Wer glaubt, mit 0 Prozent aus der Pflicht zu sein, riskiert bei einer Prüfung genau die Beanstandungen, die eine saubere Buchhaltung verhindert hätte. Die Bedingungen des Freezone-Status erklären wir im Leitfaden zur Körperschaftsteuer.
Zur Erinnerung: die Grundpflichten
Damit die Prüfung überhaupt reibungslos läuft, müssen die Basispflichten erfüllt sein. Die Corporate Tax beträgt 9 Prozent auf Gewinne über 375.000 AED, darunter 0 Prozent, und gilt seit dem 1. Juni 2023. Die Registrierung ist Pflicht, eine verspätete Registrierung kostet 10.000 AED Strafe. Die Mehrwertsteuer liegt bei 5 Prozent ab einem Umsatz von 375.000 AED. Diese Punkte prüft die FTA nicht als Kür, sondern als Grundlage.
So bereiten wir Sie auf eine Prüfung vor
Die beste Vorbereitung auf eine Betriebsprüfung ist eine Buchhaltung, die jederzeit prüffähig ist, nicht erst, wenn die FTA sich meldet. Wir führen Ihre Bücher nach IFRS, halten Bank und Meldung monatlich deckungsgleich, sorgen für vollständige und auffindbare Belege und übernehmen die fristgerechte Meldung von VAT und Corporate Tax. Den Umfang finden Sie unter unseren Services, die Konditionen unter Preise.
Fazit
Eine FTA-Betriebsprüfung in Dubai fragt nicht, ob Sie viel verdient haben, sondern ob Ihre Zahlen zusammenpassen. Belege, Bank und Meldungen müssen dasselbe erzählen, private und betriebliche Ausgaben müssen getrennt sein, und zu allem muss ein Beleg greifbar sein. Wer laufend sauber bucht, für den ist die Prüfung ein Termin, kein Risiko.
Rechnen Sie mit einer Prüfung oder wollen Sie Ihre Buchhaltung prüffest aufstellen? Sprechen Sie mit uns, das Erstgespräch ist kostenlos.
Stand: Juli 2026. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Beratung im Einzelfall.
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Häufige Fragen
Was prüft die FTA bei einer Betriebsprüfung in Dubai?
Die Federal Tax Authority prüft, ob die Rechnungen mit der Buchhaltung übereinstimmen, ob die Bankbewegungen zu den gemeldeten Umsätzen passen, ob private und betriebliche Ausgaben getrennt sind, ob alle Einnahmen erfasst wurden, ob VAT und Corporate Tax korrekt und fristgerecht gemeldet wurden und ob zu allem ein Beleg vorhanden und auffindbar ist.
Wie lange müssen Unterlagen für eine Betriebsprüfung aufbewahrt werden?
Im Corporate-Tax-Bereich gilt eine Aufbewahrungsfrist von sieben Jahren. Die Beweislast liegt beim Steuerpflichtigen. Wer eine Buchung nicht mit einem Beleg untermauern kann, muss damit rechnen, dass sie im Zweifel als nicht anerkannt behandelt wird.
Werden auch Firmen mit 0 Prozent Steuer geprüft?
Ja. Auch eine Qualifying Free Zone Person, die 0 Prozent Corporate Tax zahlt, unterliegt dem Steuerregime vollständig. Registrierung, Buchführung, Meldungen und Nachweispflichten gelten unabhängig davon, ob am Ende Steuer anfällt. Der Nullsatz ist keine Befreiung von den Pflichten.
Was ist der häufigste Grund für Beanstandungen bei einer Prüfung?
Am häufigsten fallen vermischte private und betriebliche Ausgaben auf, dazu Umsätze, die nicht mit den Bankeingängen zusammenpassen, und fehlende Belege. Meist ist es keine Absicht, sondern eine über Monate nicht sauber geführte Buchhaltung, die bei der Prüfung nicht mehr zusammenpasst.
Kann ich mich auf eine FTA-Betriebsprüfung vorbereiten?
Ja, und zwar am besten dauerhaft. Eine laufend geführte, prüffähige Buchhaltung, getrennte Konten für privat und geschäftlich, vollständige Belege und fristgerechte Meldungen sind die beste Vorbereitung. Wer erst reagiert, wenn die Prüfung angekündigt ist, hat für die zurückliegenden Perioden kaum noch Spielraum.