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Was 9 % wirklich kosten.

Die ersten 375.000 sind für jeden steuerfrei, und allein das drückt die meisten Firmen weit unter neun Prozent. Hier steht Ihre tatsächliche Zahl, Entlastungen eingerechnet.

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So wird gerechnet

Die ersten 375.000 sind ein Freibetrag, keine Freigrenze

Das ist die meistmissverstandene Zahl im ganzen System. Bei 400.000 AED zu versteuerndem Einkommen zahlen Sie nicht 9 Prozent auf 400.000, sondern 9 Prozent auf die 25.000 oberhalb der Grenze, also 2.250 AED. Das Gesetz sagt es wörtlich: Art. 3 Abs. 1 Buchst. a besteuert mit 0 Prozent „the portion of the Taxable Income not exceeding" den Schwellenwert, und Cabinet Decision Nr. 116 von 2022 wiederholt die Formulierung. Das Rechenbeispiel der FTA selbst kommt bei 2.500.000 Einkommen auf 191.250 AED, und das ist exakt (2.500.000 − 375.000) × 9 Prozent.

Deshalb liegt Ihr effektiver Satz fast nie bei 9 Prozent. Bei einer halben Million sind es 2,25 Prozent, bei einer Million 5,63, bei fünf Millionen 8,33. Der Satz nähert sich neun Prozent an und erreicht sie nie. Der Freibetrag steht jeder steuerpflichtigen Person einmal zu, egal wie viele Geschäfte sie betreibt. Wer eine Firma aufspaltet, um ihn zweimal zu bekommen, löst die allgemeine Missbrauchsvorschrift aus.

Small Business Relief

Bis 3.000.000 AED Umsatz können Sie wählen, so behandelt zu werden, als hätten Sie überhaupt kein steuerpflichtiges Einkommen. Geprüft wird der Umsatz, nicht der Gewinn. Ein umsatzstarker Handel mit dünner Marge ist damit draußen, eine kleine Beratung mit fetter Marge nicht. Die Entlastung gilt inzwischen für Steuerperioden, die bis zum 31. Dezember 2029 enden, verlängert durch Ministerial Decision Nr. 131 von 2026.

Zwei Dinge sollte man vor der Wahl wissen. Die Entlastung ist nicht umsonst: Verlust und Nettozinsaufwand dieser Periode verfallen und sind nicht mehr vortragsfähig. Und unter rund 375.000 AED Einkommen bringt sie ohnehin nichts, weil der Freibetrag die Arbeit bereits erledigt. Die Registrierungspflicht bleibt in jedem Fall bestehen, und die Wahl erfolgt in der Erklärung. Wer sie dort vergisst, hat sie für diese Periode verloren.

Beachten Sie: der auf tax.gov.ae veröffentlichte FTA-Leitfaden nennt weiterhin das alte Enddatum 31. Dezember 2026. Er wurde seit August 2023 nicht aktualisiert, wer ihn zitiert, zitiert also überholtes Recht.

Free Zone: De-minimis-Grenze und die Fünfjahresfalle

Eine Qualifying Free Zone Person zahlt 0 Prozent auf qualifizierendes Einkommen und 9 Prozent auf den Rest, und zwar ohne jeden Freibetrag. Nicht qualifizierender Umsatz wird bis zu einer De-minimis-Grenze geduldet, die beim niedrigeren Wert aus 5 Prozent des Gesamtumsatzes und 5.000.000 AED liegt. Ab rund 100 Mio. AED Umsatz bindet also immer der Fünf-Millionen-Deckel.

Wer diese Grenze überschreitet, verliert den Status für die laufende Steuerperiode und die vier folgenden. Fünf Jahre. Das ist die härteste Einzelfolge im ganzen Gesetz, und der übliche Weg hinein führt über Privatkunden: praktisch jede Transaktion mit einer natürlichen Person ist eine ausgeschlossene Tätigkeit, mit engen Ausnahmen für Schiffe, Flugzeugleasing, Fondsmanagement und Wealth Management.

Maßgeblich ist Ministerial Decision Nr. 229 von 2025. Die Vorgängerregelung, Ministerial Decision Nr. 265 von 2023, ist aufgehoben, und zwar rückwirkend zum 1. Juni 2023. Eine ganze Reihe von Beraterartikeln zitiert weiterhin die alte Fassung.

Verluste

Steuerliche Verluste dürfen höchstens 75 Prozent eines Jahreseinkommens aufzehren, gemessen vor der Verrechnung. Eine zeitliche Begrenzung gibt es nicht, was nach europäischen Maßstäben ungewöhnlich ist, und einen Rücktrag ebenfalls nicht. Ein Eigentümerwechsel von mehr als der Hälfte bricht den Vortrag, sofern nicht dasselbe oder ein ähnliches Geschäft fortgeführt wird.

Was der Rechner nicht kann

  • Er nimmt Ihr zu versteuerndes Einkommen als gegeben hin. Der Weg vom handelsrechtlichen Gewinn dorthin ist die eigentliche Arbeit: steuerfreie Dividenden, das Schachtelprivileg, nicht abziehbare Aufwendungen, die Zinsschranke und Verrechnungspreiskorrekturen sitzen alle in diesem Schritt.
  • Er prüft nicht, ob Ihre Tätigkeiten in einer Free Zone qualifizieren, sondern nur, was passiert, wenn Sie ihm sagen, wie viel davon es nicht tut.
  • Er lässt Pillar Two außen vor. Gruppen mit konsolidiertem Umsatz ab 750 Mio. Euro in mindestens zwei der vier Vorjahre unterliegen einer nationalen Mindestbesteuerung von 15 Prozent.
  • Wo das Recht wirklich ungeklärt ist, zeigt er die höhere Zahl. Eine Firma, die ihren Free-Zone-Status verloren hat, bekommt hier den Freibetrag von 375.000 AED nicht, weil keine FTA-Quelle bestätigt, dass sie ihn bekommen sollte.

Rechtlicher Hinweis. Dieser Rechner ist ein automatisiertes Informationswerkzeug. Er wendet veröffentlichte Regeln auf Ihre Eingaben an und nimmt keine rechtliche Würdigung Ihres Einzelfalls vor. Das Ergebnis ist eine unverbindliche Schätzung, keine Steuerberatung und keine verbindliche Auskunft.

Rechtsstand 15. August 2026. Quellen: Federal Decree-Law Nr. 47 von 2022 , Cabinet Decision Nr. 116 von 2022 zum Freibetrag , Ministerial Decision Nr. 73 von 2023 zum Small Business Relief .

Alle Rechner betreffen ausschließlich das Steuer- und Arbeitsrecht der Vereinigten Arabischen Emirate. Zu deutschen Steuern treffen sie keine Aussage.

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